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Stadtentwicklung

»EXPERIMENT STADTALLTAG«

In städtischen Diskussionen hört man immer wieder: „Not macht erfinderisch.“ Aber muss es immer erst eine Not geben, um etwas bewegen zu können? Braucht man immer die Ausnahme oder Krise, um neue Wege in der Verwaltung, der Bürgerschaft, der Wirtschaft zu gehen? Wie werden Stadtgesellschaften innovativ im Alltag?

Auf eine gute Mischung von Expertentum und zivilgesellschaftlichem Engagement wird es zukünftig bei der Gestaltung von Stadt ankommen, wenn es einerseits immer mehr individuell und vor allem für ihre eigenen Belange Engagierte gibt, gleichzeitig die Abschottung der Begüterten zunimmt und die Verwaltung durch personell und finanziell enge Ressourcen die Konflikte nicht in zukunftsfähige Bahnen lenken kann. Und für mittlere und kleine Kommunen wird es immer wichtiger, ihre Eigenständigkeit zu stärken – als eine Voraussetzung für Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen. Ohne offene Prozesse und die Trägerschaft durch einen der stabilsten lokalen Standortfaktoren, der Zivilgesellschaft, wird das kaum gelingen. Wir brauchen das EXPERIMENT im STADTALLTAG!

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres – Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung thematisieren wir deshalb in fünf Städten mit verschiedenen Formaten des Austauschs und Miteinanderarbeitens, wie neue kooperative Verantwortungsgemeinschaften, reflexive Stadtgesellschaften und nicht zuletzt lebenswerte Städte und Quartiere entstehen können – und wie aktivierende Stadtentwicklung im Alltag funktioniert.

 

Konzeptionell entwickelt und initiiert von Sally Below, Vorstand Stadt als Campus e.V. und Martin Kohler, HafenCity Universität Hamburg, wird dieser Ansatz in einer Reihe von Zukunftsstudios und der Wanderausstellung Auf dem Weg zur Stadt als Campus vorgestellt und diskutiert.

Die Zukunftsstudios machen Halt in Dessau-Roßlau, Hamburg, Offenbach, München und Bochum und werden jeweils vor Ort mit einem Partner aus dem Netzwerk Stadt als Campus ausgerichtet. Jede Stadt steht für eine spezielle Problemlage, die aber auch in anderen Städten zu finden ist, und wird so zum Brennglas für die Diskussion.

Vor Ort treffen externe und lokale Fachleute und Engagierte zusammen, stellen Haltungen, Ideen und Projekte vor, diskutieren in verschiedenen Talk-Formaten über aktuelle Fragestellungen und Aufgaben in diesem Kontext und arbeiten zusammen an einem konkreten Projekt in der Stadt.

Sally Below und Martin Kohler moderieren die Gespräche und fassen die Inhalte und Kernaussagen in einem Webjournal auf der Internetpräsenz zusammen. Am Ende der Reihe kommt in Berlin alles in einem Studio und der um Exponate aus den besuchten Städten erweiterten Ausstellung Auf dem Weg zur Stadt als Campus für ein umfassendes Resümee zusammen.

 

Programm 13. November 2015, 15.00 – 21.00 Uhr

 

Tag 1 des Zukunftsstudios: in den Claudius-Höfen
Moderation: Sally Below, sbca, Berlin / Stadt als Campus e.V.
Martin Kohler, HafenCity Universität Hamburg / Leuphana Universität Lüneburg

15.00 Uhr
Einlass im Hotel Claudius in den Claudius-Höfen
in der Pop Up-Ausstellung ›Auf dem Weg zur Stadt als Campus‹

15.15 Uhr
Einstimmung

Dr. Sven Sappelt, C60/Collaboratorium für kulturelle Praxis, Bochum/Berlin

15.30 Uhr
Inputs und Gespräche:
Welches Interesse hat die Universität an der Stadt und die Stadt an der Universität?
Prof. Xaver Egger, Hochschule Bochum, Fachbereich Architektur; Tristan Lannuzel, Universität Kassel, Institut für Urbane Entwicklung; Johanna Löwen, UniverCity Bochum; Imke Rademacher, OWL Maschinenbau e.V. / Talentarium OWL e.V.; Karin Ressel, Technikzentrum Minden-Lübbecke / Talentarium OWL e.V.; Carola Scholz, MBWSV Nordrhein-Westfalen

17.00 Uhr
Kaffeepause

17.30 Uhr
Inputs und Gespräche:
Welche Akteure und Strukturen braucht eine Stadtentwicklung für diese Wissensorte?
Jens Adam, SEiSMiC, Berlin; Bernd Fesel, ecce, Dortmund; Prof. Andreas Fritzen, Hochschule Bochum, Fachbereich Architektur; Werner Steinke, Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Umwelt und Energie

18.45 Uhr
Zusammenfassung
Sally Below und Martin Kohler

im Anschluss:
Empfang in der Pop Up-Ausstellung

14. November 2015, 10.00 – 13.00 Uhr

Tag 2 des Zukunftsstudios: Bilanziergang
Bilanzieren gehen! mit Philipp Unger von der Ruhr-Universität Bochum und Studierenden
Start: Campuslinie U35, Haltestelle Hustadt

Ausgehend vom Querenburger Wohncampus Hustadt führt der Bilanziergang an Gemeinschaftsgärten und -pavillons vorbei, über den Platz des Friedens und der Völkerverständigung im Uni-Center bis zur „westlichen Mauer“ an der U35-Haltestelle Brenscheder Straße. Unterwegs gibt es künstlerische Interventionen zu der ortsprägenden Kunst im öffentlichen Raum, Gespräche und Hinweise auf einzelne Orte und deren Entwicklung. Um ca. 13.00 Uhr endet der Bilanziergang nach einem performativ-gemütlichen Picknick an der Ecke Unistraße/Brenscheder Straße.

Der Bilanziergang ist ein Beitrag des gleichnamigen Seminars in Zusammenarbeit mit University meets Querenburg e.V. & die Urbanisten e.V. Beteiligte Künstler sind Gigo Propaganda und Ralf Datri. 

Beitragende

Jens Adam ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim europäischen Forschungsprojekt SEiSMiC des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Xaver Egger ist Professor im Fachbereich Architektur an der Hochschule Bochum und Mitgründer von SEHW Architektur mit Hauptsitz in Berlin.

Bernd Fesel ist Senior Advisor des european centre for creative economy (ecce) in Dortmund.

Andreas Fritzen ist Professor für Städtebau und Entwerfen im Fachbereich Architektur an der Hochschule Bochum sowie Gründer von Fritzen Architekten und Stadtplaner mit Sitz in Köln.

Tristan Lannuzel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Urbane Entwicklung im Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung an der Unversität Kassel.

Johanna Löwen ist Leiterin des Projektbüros UniverCity Bochum bei Bochum Marketing.

Imke Rademacher
ist stellvertretende Geschäftsführerin/Projektleiterin beim Netzwerk OWL Maschinenbau e.V. und 1. Vorsitzende des Talentarium OWL e.V.

Karin Ressel ist Geschäftsführerin des Technikzentrums Minden-Lübbecke und Projektentwicklerin im Talentarium OWL e.V.

Dr. Sven Sappelt ist Gründer und Leiter des C60/Collaboratorium für kulturelle Praxis Bochum/Berlin, einer Initiative für das produktive Zusammenspiel von Zeitgenössischer Kunst, Kulturwissenschaft, Stadtentwicklung und Kreativwirtschaft.

Carola Scholz ist Leiterin des Referats Nationale und europäische Städtepolitik, Forschung, Stadtbaukultur im
 Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Werner Steinke ist Landschaftsarchitekt und Mitarbeiter der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in der Freien und Hansestadt Hamburg

Philipp Unger ist Tutor des von ihm entwickelten Seminars Bochum Bilanziergang von A-Z an der Ruhr-Universität Bochum, dessen Ziel im Erfassen und Beurteilen von Urbanität besteht.

Adresse:

Hotel Claudius
Claudius-Höfe 10 (Navigation: Düppelstraße 20)
44789 Bochum

Die Claudius-Höfe sind ein Integratives Mehr-Generationen-Wohn-Projekt der Matthias-Claudius-Stiftung.

Hier kann man sich anmelden: zukunftsstudio-bochum(at)stadt-als-campus.de


Weitere Informationen und Dokumentation:

www.experiment-stadtalltag.de

WANN?

13.11.-14.11.2015

um 15:00 UHR

WO?

Claudius-Höfe 10 (Navigation: Düppelstraße 20) 44789 Bochum

WAS?

Zukunftsstudio und Wanderausstellung "Auf dem Weg zur Stadt als Campus" im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015.

WER?

Sally Below, Martin Kohler, Sven Sappelt, ed al.

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